3D Druck Glossar
Begriffe aus der additiven Fertigung einfach erklärt für Einsteiger und Profis.
Abdeckhaube
Die Abdeckhaube ist eine Schutzabdeckung für Resin-Drucker, die das lichtempfindliche Kunstharz vor ungewollter UV-Aushärtung bewahrt. Gleichzeitig verhindert sie das Eindringen von Staubpartikeln in den Druckraum und reduziert die Ausbreitung von Harzdämpfen in der Arbeitsumgebung.
Ablösung
Ablösung beschreibt das kontrollierte Lösen des Druckobjekts von der Bauplattform oder der FEP-Folie während und nach dem Druckprozess. Der Vorgang beeinflusst maßgeblich die Druckqualität und muss durch optimierte Parameter wie Hubgeschwindigkeit und Belichtungszeit sorgfältig gesteuert werden.
Auflösung
Die Auflösung beschreibt die Feinheit der Detailwiedergabe bei 3D-Druckern und wird in XY-Auflösung sowie Z-Auflösung unterteilt. Höhere Auflösungen ermöglichen feinere Details und glattere Oberflächen, erfordern jedoch längere Druckzeiten und stellen höhere Anforderungen an Hardware und Prozessparameter.
Aushärten
Aushärten bezeichnet die lichtinduzierte Polymerisation von flüssigem Kunstharz zu einem festen Werkstoff. Der Prozess erfolgt während des Drucks durch gezielte UV-Belichtung jeder Schicht und wird in der Nachbearbeitung durch eine Nachhärtung in speziellen UV-Kammern vervollständigt.
Aushärtestation
Eine Aushärtestation ist ein Gerät zur Nachbehandlung von Resin-3D-Drucken, das die Bauteile mit intensivem UV-Licht bestrahlt. Dieser Prozess vervollständigt die Polymerisation, beseitigt klebrige Oberflächen und verleiht dem Material seine endgültigen mechanischen Eigenschaften wie Härte und Festigkeit.
Aushöhlen
Aushöhlen bezeichnet das Entfernen von Vollmaterial im Inneren eines 3D-Modells, um einen Hohlkörper zu erzeugen. Diese Technik reduziert den Harzverbrauch erheblich, verkürzt die Druckzeit und minimiert Spannungen im Material, die bei massiven Bauteilen zu Rissen oder Verformungen führen können.
Bauplattform
Die Bauplattform ist die bewegliche Trägerplatte eines Resin-3D-Druckers, auf der das Bauteil Schicht für Schicht aufgebaut wird. Sie bewegt sich entlang der Z-Achse und muss präzise kalibriert sein, damit die erste Schicht zuverlässig haftet und der gesamte Druck erfolgreich verläuft.
Belichtung
Die Belichtung ist der zentrale Prozessschritt im Resin-3D-Druck, bei dem UV-Licht das flüssige Photopolymer gezielt aushärtet. Die korrekte Abstimmung von Lichtintensität, Wellenlänge und Belichtungsdauer entscheidet über die Qualität, Detailtreue und mechanischen Eigenschaften des fertigen Bauteils.
Belichtungszeit
Die Belichtungszeit gibt an, wie lange jede Schicht dem UV-Licht ausgesetzt wird. Sie ist einer der wichtigsten Parameter im Resin-3D-Druck und muss präzise auf Harztyp, Schichtdicke und Druckerhardware abgestimmt werden, um optimale Druckergebnisse zu erzielen.
Belüftung
Belüftung bezeichnet den kontrollierten Luftaustausch im Arbeitsbereich von Resin-3D-Druckern. Sie ist essenziell für den Gesundheitsschutz, da flüssige Kunstharze flüchtige organische Verbindungen freisetzen. Eine angemessene Belüftung reduziert die Schadstoffkonzentration und sorgt für ein sicheres Arbeitsumfeld.
CAD
CAD steht für Computer-Aided Design und bezeichnet die computergestützte Konstruktion dreidimensionaler Modelle. Im 3D-Druck bildet CAD den Ausgangspunkt für jedes Druckobjekt. Die erstellten digitalen Modelle werden als STL- oder andere Dateiformate exportiert und anschließend im Slicer für den Druck aufbereitet.
Dental-Harz
Dental-Harz bezeichnet speziell formulierte Photopolymere für zahnmedizinische Anwendungen im 3D-Druck. Diese Materialien erfüllen strenge Biokompatibilitätsanforderungen und sind für den temporären oder dauerhaften Kontakt mit dem menschlichen Körper zertifiziert, etwa für Schienen, Modelle oder provisorischen Zahnersatz.
Dentalmodell
Ein Dentalmodell ist eine physische Nachbildung der Zahnsituation eines Patienten, die im 3D-Druck aus speziellen Harzen gefertigt wird. Diese Modelle dienen als Grundlage für Behandlungsplanung, Herstellung von Zahnersatz, Alignern und Schienen sowie zur Patientenkommunikation.
Detailgenauigkeit
Detailgenauigkeit bezeichnet die Fähigkeit eines 3D-Druckers, feine Strukturen, scharfe Kanten und kleine Merkmale präzise wiederzugeben. Sie hängt von der Auflösung des Drucksystems, den Belichtungsparametern, dem verwendeten Harz und der Qualität der Druckdaten ab und ist besonders bei Miniaturmodellen und technischen Bauteilen entscheidend.
DLP (Digital Light Processing)
DLP (Digital Light Processing) ist ein 3D-Druckverfahren, bei dem ein Projektor mit Mikrospiegelchip das Bild einer kompletten Schicht auf das flüssige Harz projiziert. Die gleichzeitige Belichtung der gesamten Schicht ermöglicht schnelle Druckzeiten bei hoher Auflösung und macht DLP besonders für Dental- und Schmuckanwendungen attraktiv.
Druckbett
Das Druckbett bezeichnet die Oberfläche, auf der das 3D-Druckobjekt aufgebaut wird. Bei Resin-Druckern ist damit meist die Bauplattform gemeint, die sich während des Drucks entlang der Z-Achse bewegt. Die Beschaffenheit und Vorbereitung des Druckbetts beeinflusst die Haftung der ersten Schichten und damit den gesamten Druckerfolg.
Druckdatei
Eine Druckdatei ist die aufbereitete Datei, die alle Anweisungen für den 3D-Drucker enthält. Sie wird aus einem 3D-Modell durch Slicing erzeugt und beinhaltet die einzelnen Schichtbilder, Belichtungszeiten, Bewegungsbefehle und weitere Parameter, die der Drucker zur Fertigung des Objekts benötigt.
Drucken bezeichnet im Kontext der additiven Fertigung den automatisierten Prozess, bei dem ein 3D-Drucker ein digitales Modell schichtweise in ein physisches Objekt umwandelt. Bei Resin-Verfahren erfolgt dies durch gezielte Aushärtung von flüssigem Kunstharz mittels UV-Licht, gesteuert durch präzise Maschinenbewegungen und optimierte Belichtungsparameter.
Druckfehler
Druckfehler bezeichnen Abweichungen vom gewünschten Druckergebnis, die während des Fertigungsprozesses entstehen. Sie reichen von Haftungsproblemen über Verformungen bis hin zu kompletten Druckausfällen und haben vielfältige Ursachen wie falsche Parameter, verschlissene Komponenten oder ungeeignete Modellausrichtung.
Druckqualität
Druckqualität bezeichnet die Gesamtheit aller Eigenschaften, die das Ergebnis eines 3D-Drucks bewerten. Dazu zählen Oberflächengüte, Maßhaltigkeit, Detailwiedergabe, Schichthaftung und mechanische Eigenschaften. Die Druckqualität hängt von Hardware, Material, Parametern und Nachbearbeitung ab und bestimmt die Eignung für den jeweiligen Verwendungszweck.
Enclosure
Enclosure bezeichnet ein Gehäuse oder eine Einhausung, die den 3D-Drucker umschließt und vor äußeren Einflüssen schützt. Im Resin-Druck erfüllt die Enclosure wichtige Funktionen wie UV-Schutz für das lichtempfindliche Harz, Temperaturstabilisierung, Staubschutz und Eindämmung von Harzdämpfen. Sie trägt zu konsistenten Druckergebnissen und einem sichereren Arbeitsumfeld bei.
FEP-Folie
Die FEP-Folie ist eine transparente Kunststoffmembran am Boden der Harzwanne von LCD- und DLP-Druckern. Sie lässt UV-Licht passieren und ermöglicht gleichzeitig das Ablösen der ausgehärteten Schicht. Als Verschleißteil muss sie regelmäßig auf Beschädigungen geprüft und bei Bedarf ausgetauscht werden.
Flexibles Harz
Flexibles Harz ist ein spezielles Photopolymer, das nach dem Aushärten elastische und biegsame Bauteile ergibt. Je nach Formulierung reicht die Flexibilität von gummiartig weich bis federnd elastisch. Das Material eignet sich für Dichtungen, Dämpfungselemente, Prototypen mit Soft-Touch-Oberflächen und funktionale Teile mit Verformungsanforderungen.
Gießharz
Gießharz, auch Castable Resin genannt, ist ein spezielles Kunstharz für die Herstellung von Feingussmodellen. Es verbrennt bei hohen Temperaturen rückstandsfrei und hinterlässt eine präzise Negativform in der Einbettmasse. Dieses Verfahren wird in der Schmuck- und Dentalindustrie sowie für technische Präzisionsteile aus Metall verwendet.
Haftungsprobleme
Haftungsprobleme bezeichnen das ungewollte Lösen von Druckobjekten oder Schichten während des Resin-3D-Drucks. Sie zählen zu den häufigsten Fehlerursachen und führen oft zum kompletten Druckversagen. Die Ursachen reichen von falschen Belichtungsparametern über verschmutzte Oberflächen bis hin zu ungeeigneter Modellausrichtung.
Harzdruck
Harzdruck ist der Oberbegriff für alle 3D-Druckverfahren, die flüssiges Photopolymer als Ausgangsmaterial verwenden. Dazu zählen SLA, DLP und LCD-Technologien. Der Harzdruck zeichnet sich durch hohe Detailgenauigkeit, glatte Oberflächen und vielfältige Materialoptionen aus und findet Anwendung in Bereichen wie Prototyping, Schmuck, Dental und Modellbau.
Harztank
Der Harztank bezeichnet bei industriellen Resin-Druckern einen separaten Vorratsbehälter, der das Kunstharz für den Druckprozess bereitstellt. Er ermöglicht größere Harzmengen, automatisches Nachfüllen während des Drucks und schnellen Materialwechsel durch austauschbare Behälter. Der Begriff wird teilweise synonym mit Harzwanne verwendet.
Harzwanne
Die Harzwanne, auch Resin Vat oder Tank genannt, ist der Behälter eines Resin-3D-Druckers, der das flüssige Photopolymer aufnimmt. Bei LCD- und DLP-Druckern ist ihr Boden mit einer transparenten FEP-Folie bespannt, durch die das UV-Licht das Harz belichtet. Die Wanne ist ein wartungsintensives Bauteil mit direktem Einfluss auf die Druckqualität.
IPA (Isopropylalkohol)
IPA (Isopropylalkohol) ist das gebräuchlichste Reinigungsmittel für 3D-gedruckte Resin-Bauteile. Es löst ungehärtetes Kunstharz von der Oberfläche und aus Vertiefungen, bevor die Nachhärtung erfolgt. Die Reinigung mit IPA ist ein essenzieller Schritt im Nachbearbeitungsprozess und beeinflusst die finale Qualität und Sicherheit der gedruckten Objekte.
Jacobs Working Curve
Die Jacobs Working Curve ist ein mathematisches Modell, das den Zusammenhang zwischen Belichtungsenergie und Aushärtetiefe bei Photopolymeren beschreibt. Sie wurde von Paul F. Jacobs entwickelt und bildet die theoretische Grundlage für die Parameteroptimierung im Resin-3D-Druck. Mit ihrer Hilfe lassen sich optimale Belichtungszeiten für verschiedene Schichtdicken und Harztypen berechnen.
Kunstharz
Kunstharz, im 3D-Druck als Resin bezeichnet, ist ein flüssiges Photopolymer, das unter UV-Licht aushärtet. Es bildet das Ausgangsmaterial für SLA-, DLP- und LCD-Druckverfahren. Die Zusammensetzung bestimmt die mechanischen, optischen und thermischen Eigenschaften des fertigen Bauteils. Das Spektrum reicht von Standardharzen bis zu hochspezialisierten technischen Formulierungen.
Layer
Layer, zu Deutsch Schicht, bezeichnet im 3D-Druck die einzelnen horizontalen Ebenen, aus denen ein Objekt aufgebaut wird. Jeder Layer wird nacheinander gefertigt und verbindet sich mit dem vorherigen. Die Schichtdicke beeinflusst Oberflächenqualität, Druckzeit und Detailwiedergabe und zählt zu den wichtigsten Parametern beim Slicing.
LCD-3D-Druck
LCD-3D-Druck ist ein Resin-Druckverfahren, bei dem ein LCD-Display als Maske für die UV-Belichtung dient. Das Display gibt die Schichtgeometrie vor, während dahinterliegende UV-LEDs das Harz aushärten. Die Technologie ermöglicht kostengünstige Drucker mit guter Auflösung und hat den Resin-Druck für breite Anwenderkreise zugänglich gemacht.
LCD-Display
Das LCD-Display ist die zentrale Komponente von LCD-3D-Druckern und dient als Belichtungsmaske für die Harzaushärtung. Es besteht aus einer Matrix von Flüssigkristall-Pixeln, die individuell transparent oder opak geschaltet werden. Auflösung, Größe und Lebensdauer des Displays beeinflussen die Druckqualität und die Betriebskosten des Druckers maßgeblich.
Linearführung
Eine Linearführung ist ein mechanisches Bauteil, das geradlinige Bewegungen entlang einer Achse ermöglicht und stabilisiert. Im 3D-Druck führen Linearführungen die Bauplattform entlang der Z-Achse. Hochwertige Führungssysteme wie Kugelumlaufführungen gewährleisten die Präzision und Wiederholgenauigkeit, die für maßhaltige Druckergebnisse erforderlich sind.
Maßgenauigkeit
Maßgenauigkeit bezeichnet die Übereinstimmung zwischen den vorgegebenen Abmessungen eines 3D-Modells und den tatsächlichen Maßen des gedruckten Bauteils. Sie wird als Toleranz in Millimetern oder Prozent angegeben und hängt von Druckerhardware, Kalibrierung, Materialverhalten und Prozessparametern ab. Hohe Maßgenauigkeit ist entscheidend für funktionale Bauteile und Passungen.
Modell
Der Begriff Modell bezeichnet im 3D-Druck sowohl die digitale 3D-Datei als auch das gedruckte physische Objekt. Das digitale Modell enthält die Geometrieinformationen für den Druck und liegt als STL-, OBJ- oder anderes Dateiformat vor. Das physische Modell ist das fertige, ausgehärtete Bauteil, das nach Druck und Nachbearbeitung vorliegt.
MSLA (Maskierte Stereolithografie)
MSLA (Maskierte Stereolithografie) ist ein Resin-3D-Druckverfahren, bei dem ein LCD-Display als Maske für die UV-Belichtung dient. Das Display blockiert oder lässt Licht selektiv passieren und definiert so die Schichtgeometrie. MSLA ist die technisch korrekte Bezeichnung für LCD-3D-Druck und hat sich durch günstige Drucker mit guter Qualität weit verbreitet.
Nachhärten
Nachhärten, auch Curing genannt, bezeichnet die abschließende UV-Bestrahlung von Resin-Drucken nach dem eigentlichen Druckprozess. Dieser Nachbearbeitungsschritt vervollständigt die Polymerisation des Kunstharzes, beseitigt klebrige Oberflächen und stellt die endgültigen mechanischen Eigenschaften wie Härte, Festigkeit und Temperaturbeständigkeit des Bauteils sicher.
Nitrilhandschuhe
Nitrilhandschuhe sind Einweghandschuhe aus synthetischem Kautschuk, die beim Umgang mit Kunstharzen im 3D-Druck unverzichtbar sind. Sie bieten guten Schutz gegen die hautreizenden Inhaltsstoffe von flüssigem Resin und sind beständiger gegen Chemikalien als Latex- oder Vinylhandschuhe. Regelmäßiger Wechsel und korrekte Handhabung maximieren den Schutz.
Oberflächenqualität
Oberflächenqualität bezeichnet die Beschaffenheit der Außenflächen eines 3D-gedruckten Bauteils hinsichtlich Glätte, Gleichmäßigkeit und Fehlerfreiheit. Sie wird von Schichtdicke, Druckausrichtung, Belichtungsparametern und Nachbearbeitung beeinflusst. Resin-Druckverfahren erreichen generell höhere Oberflächenqualitäten als filamentbasierte Verfahren.
Photopolymer
Photopolymere sind lichtempfindliche Kunststoffvorstufen, die unter UV-Bestrahlung von einem flüssigen in einen festen Zustand übergehen. Sie bilden das Ausgangsmaterial für alle Resin-3D-Druckverfahren. Die chemische Zusammensetzung aus Monomeren, Oligomeren und Fotoinitiatoren bestimmt die mechanischen, thermischen und optischen Eigenschaften des ausgehärteten Materials.
Prototyp
Ein Prototyp ist ein frühes Muster oder Modell eines Produkts, das vor der Serienfertigung zu Test- und Entwicklungszwecken hergestellt wird. Der 3D-Druck hat die Prototypenherstellung revolutioniert, da er schnelle und kostengünstige Iterationen ermöglicht. Resin-Verfahren eignen sich besonders für Prototypen mit hohen Anforderungen an Detailgenauigkeit und Oberflächenqualität.
Resin
Resin ist die englische Bezeichnung für Kunstharz und hat sich als Standardbegriff für die flüssigen Photopolymere im 3D-Druck etabliert. Das Material härtet unter UV-Licht aus und bildet die Grundlage für SLA-, DLP- und LCD-Druckverfahren. Die große Vielfalt verfügbarer Resins ermöglicht Anwendungen von Prototyping über Dental bis hin zu technischen Funktionsteilen.
Resin-Druck
Resin-Druck ist der Oberbegriff für alle 3D-Druckverfahren, die flüssiges Photopolymer als Ausgangsmaterial verwenden und durch UV-Licht aushärten. Dazu zählen SLA, DLP und LCD-Technologien. Der Resin-Druck zeichnet sich durch hohe Detailgenauigkeit, glatte Oberflächen und vielfältige Materialmöglichkeiten aus und findet Anwendung in Bereichen wie Dental, Schmuck, Prototyping und Modellbau.
Schichtdicke
Die Schichtdicke, auch Layer Height genannt, definiert die vertikale Höhe jeder einzelnen Druckschicht in Millimetern. Sie ist einer der wichtigsten Parameter im Resin-Druck und beeinflusst direkt Oberflächenqualität, Detailwiedergabe und Druckdauer. Typische Werte liegen zwischen 0,01 mm für höchste Qualität und 0,1 mm für schnelle Drucke.
Schichtlinien
Schichtlinien sind die sichtbaren Stufen oder Rillen auf der Oberfläche von 3D-gedruckten Objekten, die durch den schichtweisen Aufbau entstehen. Sie treten besonders auf schrägen und gekrümmten Flächen auf und beeinträchtigen die optische Qualität. Dünnere Schichtdicken, optimale Ausrichtung und gezielte Nachbearbeitung reduzieren die Sichtbarkeit von Schichtlinien.
Schmuckguss
Schmuckguss bezeichnet das Feingussverfahren zur Herstellung von Schmuckstücken aus Edelmetallen unter Verwendung 3D-gedruckter Modelle. Das gedruckte Wachsersatzmodell wird in Einbettmasse eingebettet, ausgebrannt und mit flüssigem Gold, Silber oder Platin gefüllt. Der 3D-Druck ermöglicht komplexe Designs, schnelle Iterationen und wirtschaftliche Einzelanfertigungen.
SLA (Stereolithografie)
SLA (Stereolithografie) ist ein 3D-Druckverfahren, bei dem ein UV-Laser flüssiges Kunstharz Schicht für Schicht aushärtet. Das Verfahren gilt als Ursprung des modernen 3D-Drucks und überzeugt durch besonders hohe Präzision, exzellente Oberflächenqualität sowie feinste Detailauflösung bei komplexen Geometrien.
Slicer
Ein Slicer ist eine Software, die dreidimensionale Modelldaten in druckfertige Anweisungen für den 3D-Drucker umwandelt. Das Programm zerlegt das Modell in horizontale Schichten, berechnet die Belichtungsbilder für jede Ebene und fügt Parameter wie Belichtungszeit und Stützstrukturen hinzu. Für Resin-Drucker sind Chitubox, Lychee Slicer und PrusaSlicer verbreitete Programme.
Slicing
Slicing bezeichnet den Prozess der Umwandlung eines dreidimensionalen Modells in schichtweise Fertigungsanweisungen für den 3D-Drucker. Die Slicing-Software zerlegt das Objekt in horizontale Ebenen, generiert Belichtungsbilder und kombiniert diese mit den Druckparametern zu einer fertigen Druckdatei. Die Qualität des Slicings beeinflusst direkt das spätere Druckergebnis.
Standardharz
Standardharz ist ein Allzweck-Photopolymer für den Resin-3D-Druck, das eine ausgewogene Kombination aus Druckbarkeit, mechanischen Eigenschaften und Kosten bietet. Es eignet sich für Prototypen, Modelle und dekorative Objekte ohne spezielle Anforderungen an Flexibilität, Temperaturbeständigkeit oder Biokompatibilität. Standardharze sind in vielen Farben erhältlich und bilden die Basis für den Einstieg in den Resin-Druck.
STL-Datei
Die STL-Datei ist das verbreitetste Dateiformat für 3D-Druckmodelle und beschreibt die Oberfläche eines Objekts als Netz aus Dreiecken. Das Format enthält ausschließlich Geometrieinformationen ohne Farben, Texturen oder Materialangaben. Nahezu jede CAD-Software kann STL-Dateien exportieren, und alle gängigen Slicer unterstützen den Import dieses universellen Formats.
Stützstrukturen
Stützstrukturen sind temporäre Hilfsgeometrien, die während des 3D-Drucks überhängende Bereiche und frei schwebende Teile abstützen. Sie werden nach dem Druck entfernt und hinterlassen idealerweise nur minimale Spuren. Die richtige Platzierung von Stützstrukturen entscheidet über Druckerfolg, Oberflächenqualität und den Aufwand bei der Nachbearbeitung.
UV-Härtung
UV-Härtung bezeichnet den Prozess, bei dem flüssiges Photopolymer durch Einwirkung von ultraviolettem Licht zu einem festen Kunststoff polymerisiert. Im 3D-Druck erfolgt die UV-Härtung sowohl während des schichtweisen Druckaufbaus als auch in der Nachbearbeitung zur vollständigen Durchhärtung. Die korrekte Abstimmung von Lichtintensität, Wellenlänge und Belichtungszeit ist entscheidend für optimale Materialqualität.
UV-Harz
UV-Harz ist ein lichtempfindliches Kunstharz, das unter Einwirkung von ultravioletter Strahlung von einem flüssigen in einen festen Zustand übergeht. Es bildet das Ausgangsmaterial für Resin-3D-Druckverfahren wie SLA, DLP und LCD. Die chemische Zusammensetzung ist auf bestimmte UV-Wellenlängen abgestimmt, typischerweise 355 nm für industrielle Laser oder 405 nm für Desktop-Drucker.
UV-Laser
Der UV-Laser ist die Lichtquelle in SLA-3D-Druckern und erzeugt einen fokussierten Strahl ultravioletten Lichts, der das flüssige Kunstharz punktweise aushärtet. Die hohe Energiedichte und der kleine Fokuspunkt ermöglichen höchste Präzision und Detailschärfe. Industrielle SLA-Systeme verwenden typischerweise 355 nm Laser, die geringere Schrumpfung und bessere Maßhaltigkeit als 405 nm Systeme bieten.
Verformung
Verformung bezeichnet die ungewollte Abweichung eines 3D-gedruckten Bauteils von seiner vorgesehenen Form. Im Resin-Druck entstehen Verformungen durch Schrumpfung während der Polymerisation, innere Spannungen, thermische Effekte oder unzureichende Stützung. Warping, Verzug und Delaminierung sind typische Erscheinungsformen, die durch optimierte Parameter und Konstruktion minimiert werden können.
Wannenpolymerisation
Wannenpolymerisation, auch Vat Photopolymerization genannt, ist der Oberbegriff für alle 3D-Druckverfahren, bei denen flüssiges Photopolymer in einem Behälter (Vat) durch Lichteinwirkung selektiv ausgehärtet wird. Zu dieser Verfahrensfamilie gehören SLA, DLP und LCD-Technologien. Die Wannenpolymerisation ermöglicht höchste Detailgenauigkeit und Oberflächenqualität unter allen additiven Fertigungsverfahren.
Warping
Wasserwaschbares Harz
Wasserwaschbares Harz ist ein speziell formuliertes Photopolymer, das nach dem Druck mit Wasser statt mit Isopropylalkohol gereinigt werden kann. Diese Eigenschaft vereinfacht die Nachbearbeitung, reduziert den Umgang mit brennbaren Lösungsmitteln und senkt die Betriebskosten. Die mechanischen Eigenschaften können sich von Standardharzen unterscheiden, weshalb die Anwendungseignung geprüft werden sollte.
Z-Achse
Die Z-Achse ist die vertikale Bewegungsachse eines 3D-Druckers, die bei Resin-Druckern die Bauplattform nach oben und unten bewegt. Ihre Präzision bestimmt die Schichtdicke, Maßgenauigkeit und Oberflächenqualität der gedruckten Objekte. Hochwertige Linearführungen, präzise Antriebe und spielfreie Mechanik sind entscheidend für reproduzierbare Druckergebnisse.
