Was ist Stereolithografie (SLA)?
Stereolithografie (SLA) ist das älteste und eines der präzisesten additiven Fertigungsverfahren. Ein fokussierter UV-Laserstrahl härtet flüssiges Photopolymerharz schichtweise aus und baut so dreidimensionale Bauteile auf. Das Verfahren wurde 1984 von Chuck Hull erfunden und patentiert.
Funktionsprinzip
Der Laserstrahl wird über einen Galvo-Scanner präzise über die Harzfläche geführt. An jedem bestrahlten Punkt härtet das Harz aus. Nach jeder abgeschlossenen Schicht senkt sich die Bauplattform um eine Schichtdicke ab, und die nächste Schicht wird aufgetragen. Dieser Prozess wiederholt sich bis zum fertigen Bauteil.
355 nm vs. 405 nm Systeme
Industrielle SLA-Systeme verwenden Laser mit einer Wellenlänge von 355 nm. Diese Wellenlänge ermöglicht engere Toleranzen, höhere Materialqualität und weniger Schrumpfung als 405-nm-Systeme (LCD/DLP). Dies macht 355-nm-SLA zur bevorzugten Technologie für industrielle Präzisionsteile.
Anwendungsgebiete
SLA wird eingesetzt für funktionale Prototypen, Präzisionswerkzeuge, Mastermodelle für Vakuumguss, Dentalmodelle, Schmuckprototypen und zunehmend für Endteile in Kleinserie. Es ist das bevorzugte Verfahren, wenn höchste Oberflächenqualität und Maßhaltigkeit gefragt sind.
