Generatives Fertigungsverfahren

Was sind Generative Fertigungsverfahren?

Generative Fertigungsverfahren – auch additive Fertigungsverfahren genannt – sind Herstellungsverfahren, bei denen Bauteile durch schrittweises Aufbauen von Material erzeugt werden. Grundlage ist stets ein digitales 3D-Modell, das in Schichten zerlegt und physisch reproduziert wird.

Abgrenzung zu anderen Fertigungsverfahren

Generative Verfahren unterscheiden sich von subtraktiven Verfahren (Fräsen, Drehen, Bohren) durch den Materialaufbau statt -abtrag. Gegenüber Umformverfahren (Gießen, Schmieden, Tiefziehen) bieten sie höhere Designfreiheit bei geringeren Werkzeugkosten, sind aber bei großen Serien weniger wirtschaftlich.

Einteilung nach DIN EN ISO 17296

Die internationale Norm DIN EN ISO 17296 klassifiziert generative Verfahren in sieben Prozesskategorien: Photopolymerisation, Pulverbettfusion, Materialextrusion, Binder Jetting, Material Jetting, Direct Energy Deposition und Laminierung. SLA und LCD fallen in die Kategorie Photopolymerisation.

Industrielle Relevanz

Generative Fertigungsverfahren sind längst in der Serienfertigung angekommen. Sie ermöglichen individuelle Bauteile, kurze Lieferketten und die Herstellung von Geometrien, die mit konventionellen Verfahren nicht realisierbar sind.