Auflösung

Was ist Auflösung?

Auflösung bezeichnet im 3D-Druck die kleinste darstellbare Strukturgröße eines Drucksystems. Sie bestimmt, wie fein Details wiedergegeben werden können und wie glatt Oberflächen erscheinen. Bei Resin-Druckern unterscheidet man zwischen der horizontalen XY-Auflösung und der vertikalen Z-Auflösung, die jeweils von unterschiedlichen Faktoren abhängen.

XY-Auflösung

Die XY-Auflösung beschreibt die Detailgenauigkeit in der horizontalen Ebene. Bei LCD-Druckern wird sie durch die Pixelgröße des Displays bestimmt. Ein 4K-Display mit kleineren Pixeln liefert feinere Details als ein 2K-Display. Bei Laser-SLA-Druckern hängt die XY-Auflösung vom Durchmesser des Laserspots ab, der bei industriellen Systemen bis zu 25 µm betragen kann.

Z-Auflösung

Die Z-Auflösung entspricht der Schichtdicke, also der Höhe jeder einzelnen gedruckten Schicht. Typische Werte liegen zwischen 0,01 mm und 0,1 mm. Dünnere Schichten erzeugen glattere Oberflächen und feinere vertikale Details, verlängern jedoch die Druckzeit proportional. Die optimale Schichtdicke hängt vom Anwendungszweck ab.

Einflussfaktoren

Mehrere Komponenten beeinflussen die erreichbare Auflösung:

  • Pixelgröße des LCD-Displays oder Laserspotgröße
  • Präzision der Z-Achsen-Mechanik
  • Qualität der optischen Komponenten
  • Harzviskosität und Aushärteverhalten
  • Belichtungsparameter und Kalibrierung

Auflösung und Druckzeit

Höhere Auflösungen bedeuten längere Druckzeiten. Eine Halbierung der Schichtdicke verdoppelt die Anzahl der Schichten und damit die Druckdauer. In der Praxis wird die Auflösung daher an den Verwendungszweck angepasst. Prototypen für Passungstests benötigen weniger Detailtreue als Schmuckmodelle oder Dentalanwendungen.