Was ist Ablösung?
Ablösung bezeichnet im Resin-3D-Druck das Trennen des ausgehärteten Materials von einer Oberfläche. Dieser Vorgang findet an zwei Stellen statt: während des Drucks beim Lösen jeder Schicht von der FEP-Folie und nach Abschluss des Drucks beim Entfernen des fertigen Bauteils von der Bauplattform.
Ablösung während des Drucks
Bei LCD- und DLP-Druckern härtet jede Schicht direkt über der FEP-Folie am Wannenboden aus. Nach der Belichtung muss sich die frisch polymerisierte Schicht von der Folie lösen, damit die Bauplattform für die nächste Schicht absenken kann. Dieser Vorgang wiederholt sich bei jeder einzelnen Schicht und stellt eine mechanische Belastung für das Bauteil dar.
Einflussfaktoren auf die Ablösung
Verschiedene Parameter beeinflussen die Qualität der Ablösung:
- Zustand und Spannung der FEP-Folie
- Hubgeschwindigkeit der Z-Achse
- Belichtungszeit und damit Aushärtungsgrad
- Harztyp und dessen Viskosität
- Größe der belichteten Fläche pro Schicht
- Temperatur des Harzes
Ablösung nach dem Druck
Nach Abschluss des Druckvorgangs muss das fertige Bauteil von der Bauplattform entfernt werden. Hierfür kommen Spachtel oder spezielle Ablösewerkzeuge zum Einsatz. Eine korrekt eingestellte erste Schicht (Base Layer) sorgt für ausreichende Haftung während des Drucks, ermöglicht aber dennoch eine beschädigungsfreie Entnahme.
Probleme und Lösungen
Eine zu starke Ablösekraft kann zu Druckfehlern führen, etwa zum Abreißen von Stützstrukturen oder zur Verformung feiner Details. Abhilfe schaffen langsamere Hubgeschwindigkeiten, optimierte Belichtungszeiten und die regelmäßige Wartung der FEP-Folie. Bei großflächigen Schichten empfiehlt sich zudem eine Ausrichtung des Modells, die den Querschnitt pro Schicht minimiert.

