Was ist UV-Harz?
UV-Harz ist ein Photopolymer, das durch ultraviolettes Licht ausgehärtet wird. Der Begriff betont die Reaktionseigenschaft des Materials auf UV-Strahlung und wird synonym mit Resin oder Kunstharz verwendet. Die UV-Empfindlichkeit ermöglicht die präzise, schichtweise Fertigung von 3D-Objekten durch gezielte Lichtbelichtung.
Chemische Grundlage
UV-Harze bestehen aus reaktiven Monomeren und Oligomeren, die durch Fotoinitiatoren aktiviert werden. Die Fotoinitiatoren absorbieren UV-Licht einer bestimmten Wellenlänge und zerfallen in reaktive Radikale. Diese Radikale starten eine Kettenreaktion, bei der die Monomere zu langen Polymerketten verknüpfen und ein festes, vernetztes Material bilden.
Wellenlängenspezifität
UV-Harze sind auf bestimmte Wellenlängenbereiche optimiert:
- 355 nm für industrielle Laser-SLA-Systeme
- 385 nm für einige DLP-Projektoren
- 405 nm für Desktop-LCD und DLP-Drucker
- Breitband-UV für spezielle Anwendungen
Ein Harz reagiert optimal nur auf seine Zielwellenlänge. Die Verwendung falscher Lichtquellen führt zu unvollständiger Aushärtung oder fehlerhaften Drucken.
Eigenschaften vor der Aushärtung
Im flüssigen Zustand zeigt UV-Harz charakteristische Eigenschaften. Die Viskosität variiert je nach Formulierung und Temperatur. Der charakteristische Geruch stammt von flüchtigen Monomeren. Das Material ist lichtempfindlich und muss vor UV-Exposition geschützt werden. Hautkontakt kann Reizungen und Sensibilisierungen verursachen.
Eigenschaften nach der Aushärtung
Nach vollständiger Polymerisation ist UV-Harz ein stabiler Kunststoff. Die mechanischen Eigenschaften wie Härte, Festigkeit und Flexibilität hängen von der Formulierung ab. Das ausgehärtete Material ist chemisch inert und unbedenklich für den Hautkontakt. UV-Exposition nach der Aushärtung kann mit der Zeit zu Vergilbung und Versprödung führen.
Lagerung und Haltbarkeit
UV-Harz erfordert sachgerechte Lagerung. Lichtschutz verhindert vorzeitige Reaktion. Die Lagertemperatur sollte zwischen 15 und 25 Grad Celsius liegen. Extreme Kälte erhöht die Viskosität, Hitze kann vorzeitige Reaktionen auslösen. Die Haltbarkeit beträgt bei korrekter Lagerung typischerweise 12 bis 24 Monate ab Herstellungsdatum.

