IPA (Isopropylalkohol)

Was ist IPA?

IPA steht für Isopropylalkohol, auch bekannt als Isopropanol oder 2-Propanol. Es handelt sich um einen farblosen, leicht flüchtigen Alkohol mit charakteristischem Geruch. Im Resin-3D-Druck dient IPA als Lösungsmittel, um überschüssiges flüssiges Harz von gedruckten Bauteilen zu entfernen. Die Reinigung ist notwendig, da anhaftendes Harz die Oberflächenqualität beeinträchtigt.

Konzentration

Für die Reinigung von Resin-Drucken wird IPA in hoher Konzentration verwendet. Üblich sind 90 bis 99 Prozent Reinheit. Niedrigere Konzentrationen enthalten mehr Wasser, was die Reinigungswirkung reduziert und bei manchen Harzen zu Trübungen führen kann. Technischer IPA ist günstiger als pharmazeutische Qualität und für diesen Zweck ausreichend.

Reinigungsprozess

Die Reinigung mit IPA erfolgt typischerweise in zwei Stufen:

  • Erstes Bad mit stärker verunreinigtem IPA für Grobreinigung
  • Zweites Bad mit frischerem IPA für Feinreinigung
  • Optional Nachspülen mit sauberem IPA
  • Abtropfen und Trocknen vor der Nachhärtung
  • Bei komplexen Geometrien Einsatz von Ultraschall

Umgang und Sicherheit

IPA erfordert sorgfältigen Umgang. Der Alkohol ist leicht entzündlich und bildet mit Luft explosive Gemische. Gute Belüftung ist daher unerlässlich. Die Dämpfe reizen Augen und Atemwege bei hoher Konzentration. Nitrilhandschuhe bieten begrenzten Schutz, da IPA durch das Material diffundieren kann. Längerer Hautkontakt trocknet die Haut aus.

Wiederverwendung und Entsorgung

IPA kann mehrfach verwendet werden, bis die Sättigung mit gelöstem Harz zu hoch wird. Trübung und nachlassende Reinigungswirkung zeigen den Zeitpunkt für den Wechsel an. Verbrauchtes IPA darf nicht ins Abwasser gelangen, da es gelöstes Harz enthält. Es muss als Sonderabfall entsorgt oder durch UV-Belichtung behandelt werden, wobei das Harz ausfällt und gefiltert werden kann.

Alternativen

Einige Harzformulierungen sind wasserwaschbar und benötigen kein IPA. Auch andere Lösungsmittel wie Ethanol oder spezielle Reinigungsflüssigkeiten der Harzhersteller kommen zum Einsatz. Diese Alternativen haben unterschiedliche Vor- und Nachteile hinsichtlich Reinigungswirkung, Kosten, Sicherheit und Umweltverträglichkeit.