Was ist Rapid Prototyping?
Rapid Prototyping (RP) beschreibt den Einsatz automatisierter Fertigungsverfahren, die es ermöglichen, physische Bauteile direkt aus digitalen CAD-Daten herzustellen – ohne manuelle Zwischenschritte wie Formenbau oder spanende Bearbeitung. Der Begriff steht für Geschwindigkeit: Iterationen können innerhalb von Stunden statt Wochen realisiert werden.
Typische Rapid-Prototyping-Verfahren
Zu den gängigsten RP-Verfahren zählen Stereolithografie (SLA), Selektives Lasersintern (SLS), Fused Deposition Modeling (FDM) sowie LCD- und DLP-basierte Photopolymerisation. Jedes Verfahren hat spezifische Stärken hinsichtlich Materialauswahl, Oberflächenqualität und Wirtschaftlichkeit.
Wofür wird Rapid Prototyping eingesetzt?
Rapid Prototyping wird in der Produktentwicklung, im Maschinenbau, in der Medizintechnik und im Konsumgüterbereich eingesetzt. Es dient der frühzeitigen Validierung von Form, Funktion und Passgenauigkeit, bevor in teure Serienwerkzeuge investiert wird.
Rapid Prototyping vs. Rapid Manufacturing
Während Rapid Prototyping primär auf Einzelstücke und Kleinserien für Entwicklungszwecke ausgerichtet ist, bezeichnet Rapid Manufacturing die additive Fertigung von Endteilen in größeren Stückzahlen. Die Grenzen zwischen beiden Begriffen verschwimmen zunehmend.
