Was ist Belichtungszeit?
Die Belichtungszeit definiert die Dauer, für die das UV-Licht auf das flüssige Harz einwirkt, um eine Schicht auszuhärten. Sie wird in Sekunden angegeben und ist ein zentraler Druckparameter. Jedes Harz erfordert eine spezifische Belichtungszeit, die von der Wellenlänge der Lichtquelle, der Schichtdicke und der Pigmentierung des Materials abhängt.
Normale Belichtungszeit und Basisbelichtung
Im Slicer werden zwei verschiedene Belichtungszeiten eingestellt. Die normale Belichtungszeit gilt für alle regulären Schichten des Bauteils. Die Basisbelichtungszeit ist deutlich länger und sorgt für eine zuverlässige Haftung der ersten Schichten auf der Bauplattform. Typische Verhältnisse liegen zwischen 1:5 und 1:10.
Einflussfaktoren
Die optimale Belichtungszeit variiert je nach Randbedingungen. Dunkel pigmentierte Harze absorbieren mehr Licht und benötigen längere Zeiten. Dickere Schichten erfordern mehr Energie zur vollständigen Durchhärtung. Auch der Zustand der Lichtquelle spielt eine Rolle, da die Intensität von UV-LEDs und LCD-Displays mit der Zeit nachlässt.
Belichtungszeit ermitteln
Die Harzproduzenten geben Richtwerte für die Belichtungszeit an, die als Ausgangspunkt dienen. Für die Feinabstimmung werden Belichtungstests durchgeführt:
- Resin XP2 Validation Matrix
- Ameralabs Town Test
- Cones of Calibration
- Eigene Testobjekte mit feinen Details
Auswirkungen falscher Belichtung
Zu kurze Belichtungszeiten führen zu weichen, instabilen Schichten und Haftungsproblemen. Zu lange Zeiten verursachen Detailverlust durch Lichtstreuung, vergrößerte Dimensionen und verlängerte Druckzeiten. Die korrekte Abstimmung ist daher entscheidend für erfolgreiche Druckergebnisse.

