Was ist ein Photoinitiator?
Ein Photoinitiator ist eine chemische Verbindung, die bei Bestrahlung mit Licht einer spezifischen Wellenlänge in reaktive Radikale oder Kationen zerfällt und damit die Polymerisation von Monomeren startet. Photoinitiatoren sind essenzieller Bestandteil aller Photopolymerharze für SLA-, DLP- und LCD-3D-Druck.
Funktion im SLA-Druckprozess
Im SLA-Prozess trifft der Laserstrahl auf die Harzfläche und aktiviert die Photoinitiatoren. Diese lösen eine Kettenreaktion aus, die die flüssigen Monomere zu einem festen Polymer vernetzt. Die Art und Konzentration des Photoinitiators beeinflusst Aushärtetiefe, Reaktionsgeschwindigkeit und mechanische Endeigenschaften.
Wellenlängenspezifische Photoinitiatoren
Photoinitiatoren sind auf spezifische Wellenlängen abgestimmt. Für 355-nm-Lasersysteme (SLA-Industrie) werden andere Photoinitiatoren eingesetzt als für 405-nm-Systeme (LCD/DLP-Desktop). Diese Spezifizität ist ein Grund, warum Harze nicht beliebig zwischen Systemtypen ausgetauscht werden können.
Gesundheit und Sicherheit
Unausgemultimediale Photoinitiatoren können hautreizend und sensibilisierend wirken. Im professionellen 3D-Druckbetrieb sind daher Schutzhandschuhe, ausreichende Belüftung und sachgemäße Entsorgung von Harzresten Pflicht.
