Was ist Schichtdicke?
Die Schichtdicke gibt an, wie hoch jede einzelne Schicht beim 3D-Druck ist. Sie wird im Slicer eingestellt und bestimmt den vertikalen Abstand, um den sich die Bauplattform zwischen zwei Belichtungen bewegt. Die Schichtdicke ist ein fundamentaler Kompromiss zwischen Druckqualität und Druckgeschwindigkeit.
Typische Werte
Im Resin-Druck sind Schichtdicken zwischen 0,01 mm und 0,1 mm üblich. Feine Schichten von 0,02 mm bis 0,03 mm werden für detailreiche Miniaturen und Schmuck verwendet. Mittlere Werte von 0,05 mm bieten gute Balance für viele Anwendungen. Grobe Schichten von 0,08 mm bis 0,1 mm beschleunigen den Druck bei geringeren Qualitätsanforderungen.
Einfluss auf die Oberflächenqualität
Die Schichtdicke wirkt sich direkt auf die Oberfläche aus:
- Dünnere Schichten erzeugen glattere Oberflächen
- Treppenstufen auf Schrägen werden weniger sichtbar
- Feine Details in vertikaler Richtung besser aufgelöst
- Rundungen erscheinen gleichmäßiger
- Nachbearbeitungsaufwand reduziert sich
Einfluss auf die Druckzeit
Die Druckzeit verhält sich umgekehrt proportional zur Schichtdicke. Eine Halbierung der Schichtdicke verdoppelt die Anzahl der Schichten und damit annähernd die Druckzeit. Ein Objekt mit 0,025 mm Schichten dauert etwa doppelt so lange wie dasselbe Objekt mit 0,05 mm. Diese Zeitunterschiede können bei großen Objekten mehrere Stunden ausmachen.
Optimale Schichtdicke wählen
Die Wahl der Schichtdicke orientiert sich am Verwendungszweck. Dekorative Objekte und Miniaturen profitieren von feinen Schichten. Funktionale Prototypen für Passungstests können mit mittleren Werten gedruckt werden. Schnelle Konzeptmodelle erlauben grobe Schichten. Die Materialkosten bleiben bei gleicher Objektgröße unverändert.
Grenzen der Schichtdicke
Sehr dünne Schichten stoßen an praktische Grenzen. Unterhalb von 0,01 mm wird die Schichthaftung kritisch. Die Belichtungszeit muss präzise angepasst werden. Druckfehler werden wahrscheinlicher. Extrem dicke Schichten über 0,1 mm führen zu unvollständiger Durchhärtung und mangelhafter Schichtbindung. Der optimale Bereich liegt dazwischen.

